Home|Rezepte

Genuss und Lebensart im Internet

BIRNEN Rezepte
Mit Pistazien gefüllte Birnen auf einer samtigen Schokoladensauce
Barbarie-Entenbrustfilet auf Zimt- und Orangereduktion mit pochierten Birnen
Gratin aus Birnen und Herbstfrüchten mit Mandeln
Gemischter Salat mit Speck, rosa Garnelen, Birnen und Haselnüssen
Birnenmarmelade mit Vanille und Walnüssen
Birnenbonbons mit Bleu de Causses
Birnen-Feigen-Tarte
Birnen auf Pain Perdu aux Épices
Birnen Sorten

Birnennektar - eine raffinierte Erfrischung aus dem Garten.Es waren die Römer, die als Erste die Kunst des Veredelns, der fast unendlich scheinenden ständigen Verbesserung der Frucht, anwandten! Während Cato nicht über mehr als sechs Sorten berichtete, notierte Plinius zweieinhalb Jahrhunderte später bereits um die vierzig. In der Renaissance waren es knapp zweihundert, und heute sind wir bei der sehr symbolischen Zahl von zweitausend angelangt. Und alle, egal ob Mostbirne, Tafelbirne, vergessene oder sorgfältig gepflegte Birne, regionale oder weltweit verbreitete, unbekannte oder berühmte Birne, alle sind sie getauft. Wie bei den Rosen tragen sie oft den Namen einer angebeteten oder anbetungswürdigen Frau- Alexandrine Douillard, Louise-Bonne d'Avranches - oder nüchterner den ihres Schöpfers, wie bei der berühmten Williams-Birne.

In den Küchengewölben des französischen Schlosses „Château du Lude“ stehen auf einem alten Tisch die besten Birnensorten: Conférence, Dechantsbirne, Williams, Forelle, Packham, die zu köstlichen spätsommerlichen Marmeladen und Desserts verarbeitet werden.Unter den acht Sorten, die am häufigsten auf unseren Tischen zu finden sind, liegen Guyot und Williams (ein Abkömmling der Williams Christ) mit einem Marktanteil von 50 % weit vorne. Danach folgen Vereinsdechant, Passe-Grassane, Conférence, Gellerts Butterbirne, Gute Luise aus Avranches oder auch Alexandrine Doulliard. Von Juli bis April teilen sie sich den Kalender und variieren Farbe, Textur und Geschmack. Unter den Anbau gebieten ist das Loiretal eine der demokratischsten Regionen, denn dort werden ohne Unterschied Passe-Crassane-, Vereinsdechant- oder Conférence-Birnen angebaut. Die Normandie hat sich auf Mostbirnen spezialisiert, aus denen ein Cidre mit dem Namen "Poiré" gebraut wird. Im Bezirk Domfrontais wagt sich die Birne sogar in die lokalen Calvados-Destillerien vor, und das mitten im Apfelland!

Birnennektar - eine raffinierte Erfrischung aus dem Garten.Zu den beliebtesten Birnen gehören die Gute Luise und die Vereinsdechant-Birne, beides Töchter des französischen Westens. Die erste wurde einer gewissen Louise de Longeval aus Avranchine gewidmet, die man, da sie von allen geschätzt wurde, gerne "die gute Louise" nannte. Die zweite sah das Licht der Welt auf der Landwirtschaftsmesse 1849 in Angers. Dort haben ganze Generationen von Pomologen dafür gesorgt, dass vergessene Sorten erhalten und künftige erfunden wurden. Jetzt sind es die Forscher des Instituts für Obst- und Zierpflanzenzüchtung in Angers, die über das Schicksal der französischen Birne wachen. Ihr jüngstes Kind heißt "Angélys", entstanden aus der Kreuzung der Vereinsdechants- und der Winterdechants-Birne. Mehr als anderswo beherzigt man in Angers den Vergil zugeschriebenen Rat: "Pfropfe den Birnbaum, Daphnis, die Enkel pflücken die Früchte."
 

Realisation: Monique Duveau, Text: Jacques Prim,
Fotos: Jacques Caillaut | Côté Ouest